Neuerscheinung: „Wer sehen will, muss spüren“ von Wiebke Schwelgengräber

Endlich ist es erschienen: Wiebke Schwelgengräbers Buch „Wer sehen will, muss spüren“, in der die Autorin darüber nachdenkt, „Warum uns manche Serien und Filme berühren und uns andere kaltlassen“. Sie tut das aus der phänomenologischen, und damit einer sehr direkten, menschlichen Perspektive, aber doch stets vor einem psychologisch fundierten Hintergrund.

„Manchmal sind wir gefesselt von einem Film oder einer Serie und vergessen alles um uns herum. Und ein anderes Mal vergeht die Zeit einfach nicht und der Film langweilt uns zu Tode. Wieder andere Filme und Serien können wir gar nicht erst aushalten, weil Gewalt, Ekel, und Demütigungen von Figuren uns unangenehm vereinnahmen und geradezu einschnüren.“ (Klappentext)

Wiebke Schwelgengräber: Wer sehen will, muss spüren (Cover)

Das Buch kostet 22,99 (Softcover) oder 16,99 (eBook) und kann direkt beim Verlag oder bei den üblichen Buchhändlern erworben werden.

Der Sekt zum Buch

Am 4.9.2022 erscheint Wiebke Schwelgengräbers Buch „Wer sehen will, muss spüren“. Darin untersucht sie phänomenologisch und mit psychologischen Bezügen, wie wir uns eigentlich fühlen und spüren beim Filme schauen und Serien „bingen“.

Gestern gab’s zur Feier der Veröffentlichung dieses 4. Über/Strom-Bandes schon mal Sekt (und andere Leckereien) 🙂

Ab 4.9.2022 erhältlich: „Wer sehen will, muss spüren“ (Mitte) von Wiebke Schwelgengräber (2. v. r.). Auch im Foto: die Über/Strom-Herausgeberin Uta Buttkewitz (l.). Angedeutet: Co-Herausgeber Mario Donick (r.)

Harald Schmidt fehlt

Kürzlich las ich das schon vor einigen Jahren erschienene Buch „Panikherz“ von Benjamin von Stuckrad-Barre, der auch einmal für kurze Zeit als Autor bei der „Harald Schmidt Show“ arbeitete. Ich habe diese Show geliebt, keine Folge verpasst. Sie hat mich in meinen Jahren des Erwachsenwerdens begleitet und auch mit dazu beigetragen, meine politische Haltung zu schärfen und zu stabilisieren. Nicht jede Folge war gut, aber dafür gab es dann Folgen, die in ihrer künstlerischen Anarchie absoluten Seltenheitswert in der Medienlandschaft hatten. Zum Beispiel hat Harald Schmidt einmal eine ganze Show lang in französischer Sprache moderiert oder nach dem 11. September 2001 mit der Show 14 Tage pausiert.

Während der letzten Jahre vermisse ich diese Show immer mehr – Schmidt durfte alles und bildete einen ironisch-intellektuellen Gegenpol zur scheinbar politisch-korrekten akzeptierten Standardmeinung. Keine Satiresendung im deutschen Fernsehen füllt diese Lücke aus und kommt an das intellektuelle Niveau von Schmidt heran. Die „heute Show“ verflacht immer mehr und die anderen Satire-Sendungen verarbeiten in biederer, humoristischer Form die aktuellen Nachrichten in so einer vorhersehbaren Weise, dass es kaum noch zu ertragen ist.

Schmidt kommentierte vor allem in den ersten Jahren der Show das Weltgeschehen auf so exzellente Art und Weise, dass die Feuilletons der großen Tageszeitungen regelmäßig darüber berichteten und die Sendung damit eine große gesellschaftliche Relevanz darstellte. Harald Schmidt liebte es, vor allem das bigotte Bildungsbürgertum bei Themen wie Rassismus, Ossi-Feindlichkeit und pervertierter Kapitalismuslogik immer wieder zu entlarven, wie bei einer seiner berühmten Inszenierungen mit Playmobilfiguren: „Wer kommt auf die Arche?“ (2009)

Der Roman „Panikherz“ von Stuckrad-Barre hat ein paar dieser Leerstellen bei mir wieder gefüllt, wenn er das Verhalten der scheinheiligen bürgerlichen Mittelschicht beobachtet, immer auf der Suche „nach performativen Widersprüchen“:

Wer fragt, „Hab ich denn deine Kontaktdaten?“, hat einen Scheißjob, beendet Mails mit Lokalwetterschilderungen und deren durch Emoticons tautologisierter Auswirkung auf die eigene Verfasstheit, frierende Grüße aus dem winterlichen München oder verregneten Gruß aus dem grauen Hamburg […]

Wer sehr oft das Wort „definitiv“ benutzt, bittet Besuch, die Schuhe auszuziehen, und beantwortet Rundmails patzig damit, dass Rundmails nerven – was er an alle schickt.

Es sind diese kleinen ironischen Kommentierungen, die auch Harald Schmidt so perfekt beherrschte und die heute einer Oberlehrermentalität und einer oberflächlichen Schwarz-Weiß-Kommunikation in den Medien gewichen sind. Selbst die Comedians sind ernsthaft geworden – keiner strahlt mehr eine arrogante Souveränität aus – sie ist einer Angst vor dem nächsten Shitstorm gewichen. Dabei geht es gar nicht darum, absichtlich politisch inkorrekt zu sein, sondern sich einfach aus der Medienblase herauszulösen und den Standpunkt einer*s Beobachterin*s einzunehmen, aus deren*dessen Perspektive man die Welt betrachtet, ohne Teil von ihr zu sein. Es ist natürlich existenzialistisch gesehen gar nicht möglich, einen objektiven Punkt außerhalb der Medienwelt einzunehmen – vor allem nicht, seitdem die digitalen Medien quasi realitätsbestimmend geworden sind. Aber es ist wichtig, es immer wieder zu versuchen.

Heutzutage funktioniert Satire im Grunde immer nur nach dem gleichen Schema: Wir zeigen einen Zeitungs- oder Fernsehausschnitt, einen Social-Media-Post oder ein YouTube-Video und kommentieren diese – das Ergebnis ist selbstreferentielle Comedy ohne wirkliche Kreativität und Erkenntniswert. Stattdessen kommentieren vor allem Markus Lanz und Sandra Maischberger zusammen mit den immer gleichen Politiker*innen, Expert*innen und Journalist*innen das aktuelle Zeitgeschehen. Diese Talkrunden soll es geben und sind auch wichtig. Aber es gibt keine sichtbaren Korrektive mehr zu diesen Formaten – es gibt sie natürlich noch in den Untiefen der digitalen Welt und in anderen kulturellen Nischen, aber nicht mehr offensichtlich im linearen Fernsehprogramm, das doch immer noch den größten Teil der Bevölkerung erreicht und damit eine große Wirkung erzeugen kann.

Manchmal wünschte ich mir, dass irgendjemand (wie der Programmierer im Film „Matrix“) einen Reset-Knopf drückt und den ganzen nichtssagenden Social-Media-Füllstoff der letzten 10 Jahre löscht, um endlich einmal wieder kreatives und innovatives Denken zu starten. Ich habe das Gefühl, als befänden wir uns momentan auf einem schwankenden Planeten, der aus der Balance geraten ist und keiner so richtig weiß, wohin es gehen soll und was die große Vision für das Zusammenleben der Bevölkerung auf unserem Planeten ist.

Technologische und wissenschaftliche Fortschritte gibt es – aber um den Klimawandel zu stoppen, gehen die Entwicklungen nicht schnell genug voran. Zur Lösung des Konflikts in der Ukraine fallen uns als Weltgemeinschaft nur Waffen und Konfrontation ein. Während der Corona-Pandemie war uns noch der Schutz jedes einzelnen Menschenlebens wichtig. Ständig sprachen wir darüber, die vulnerablen Gruppen zu schützen und Rücksicht aufeinander zu nehmen – was für ein großer ethischer und moralischer Fortschritt in unserem zwischenmenschlichen Miteinander dieses neue Denken sei, wurde betont. Und jetzt heißt es von einigen Expert*innen aus der Politikwissenschaft, dass wir viel zu egozentrisch denken und uns unser eigenes Leben zu viel Wert ist. Wir müssten verstehen, so einige der Journalist*innen und Wissenschaftler*innen, dass es bei dem Ukraine-Krieg um mehr gehe als nur um Menschenleben, nämlich um das Große Ganze, die westliche, kapitalistisch freiheitlich geprägte Demokratie.

Was ist das nur für ein erschreckend voraufklärerisches und rückschrittliches Denken: Wenn wir das Leben eines einzelnen Individuums nicht wertschätzen, dann werden wir nie eine friedliche, auf Kooperation beruhende Welt haben. Aber wahrscheinlich wollen das viele auch gar nicht – wäre viel zu langweilig. Und wer bestimmt überhaupt, was das beste Große und Ganze ist? „Der Mensch ist ein einziger Widerspruch“, wie es Thomas Mann einmal sehr treffend formulierte. Und diese Widersprüche konnte Harald Schmidt auf so lässige, ironische und amüsante Weise gnadenlos offenlegen.

Bald: „Wer sehen will, muss spüren. Warum uns manche Serien und Filme berühren und uns andere kaltlassen“ (Über/Strom Band 4)

Wieso mögen wir eigentlich Filme und Serien — beziehungsweise wieso mögen wir manche mehr als andere? Woran liegt es, dass uns der eine Film total zu Herzen geht, während uns die andere Serie nur ein müdes Schulterzucken entlockt? Und wie spüren wir uns selbst eigentlich, während wir Filme schauen und Serien „bingen“? Wiebke Schwelgengräber geht diesen Fragen phänomenologisch erkundend und psychologisch interpretierend auf den Grund — in ihrem Buch „Wer sehen will, muss spüren. Warum uns manche Serien und Filme berühren und uns andere kaltlassen“.

Wiebke Schwelgengräber: Wer sehen will, muss spüren (Cover)

Das Buch erscheint voraussichtlich im September 2022. Es ist der vierte Band unserer Reihe „Über/Strom“. Hier mal der offizielle Klappentext:

Warum berühren uns Serien wie „Game of Thrones“, „Breaking Bad“, „Sex Education“ und Filme wie „Es“, „Sieben“, oder „Mamma Mia!“? Manchmal sind wir gefesselt von einem Film oder einer Serie und vergessen alles um uns herum. Und ein anderes Mal vergeht die Zeit einfach nicht und der Film langweilt uns zu Tode. Wieder andere Filme und Serien können wir gar nicht erst aushalten, weil Gewalt, Ekel, und Demütigungen von Figuren uns unangenehm vereinnahmen und geradezu einschnüren.

In diesem Buch erfahren Sie, wie Filme und Serien uns emotional berühren – oder eben auch nicht. Anhand zahlreicher Beispiele lernen Sie, wie Langeweile, Freude, Angst, Empathie, Ekel, Nervosität, Scham, Schrecken oder Sehnsucht beim Film- und Serienschauen geradezu leiblich spürbar werden. Diese philosophischen Betrachtungen werden jeweils psychologisch eingeordnet, um einen umfassenden Blick auf das ‚Spüren beim Sehen‘ zu erlangen. 

Wiebke Schwelgengräber studierte Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften mit dem Schwerpunkt Psychologie an der Universität Rostock. Dort war sie bis 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Instituten für Informatik und Schulpädagogik tätig. Seit 2016 ist sie als Lehrerin an einer berufsbildenden Schule tätig. Ihre Forschungsinteressen umfassen anthropologische, phänomenologische und psychologische Fragen des Erzählens und Fühlens.

Hörtipp: Charlotte Klonk und Wolfgang Ullrich zu Bildern des Ukraine-Kriegs

Hier ein kurzer Tipp zum Hören: Vorgestern (06.03.2022) waren bei Deutschlandfunk Kultur in der Sendung „Sein und Streit“ die Bildwissenschaftlerin Charlotte Klonk und der Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich zu Gast. Sie sprechen über die Wiedergabe des Ukraine-Kriegs in Bildern, unter anderem auch über die unterschiedlichen Inszenierungsformen Putins und Selenskyjs in klassischen und sozialen Medien. Link zum Nachhören: https://www.deutschlandfunkkultur.de/bilderkrieg-ukraine-100.html

Mit KI zur Utopie? „Pantopia“ von Theresa Hannig (2021)

Am 23.02.2021 erschien das neue Buch „Pantopia“ der Autorin Theresa Hannig. Der Roman will eine positive Utopie vorstellen, in der Künstliche Intelligenz (KI) nicht eine Bedrohung ist, sondern als Weg in eine bessere Weltgesellschaft fungiert. Nachdem Hannig (Interview 2019) das Thema KI und Gesellschaft schon vor einigen Jahren in ihren zusammengehörigen Romanen „Die Optimierer“ und „Die Unvollkommenen“ (Buchvorstellung) behandelte und danach mit „König und Meister“ einen Ausflug ins Mystery-Genre unternahm, ist sie mit „Pantopia“ wieder ins Science-Fiction-Genre zurückgekehrt. In einer szenischen Lesung wurde das Buch vorgestellt:

Der Ausgangspunkt „Pantopia“s ist noch deutlicher als unsere heutige Gesellschaft erkennbar als es in den früheren Romanen um Samson Freitag der Fall war. Ein großer Finanzdienstleister führt einen Programmierwettbewerb durch, bei dem ein neues Tool für möglichst effiziente Börsenspekulationen entstehen soll. Die beiden Uni-Absolvent*innen Henry Shevek und Patricia Jung nehmen daran teil und arbeiten ganz zeitgemäß mit KI-Technologien. Soweit man aus den Andeutungen zur Technik erkennen kann, ist die KI wohl zunächst ein normales neuronales Netz, wie sie heute im Machine Learning eingesetzt werden.

Doch dann passiert das, wovon sonst nur Transhumanist*innen wie Ray Kurtzweil träumen: Aufgrund ihrer zunehmenden Komplexität erwacht die KI langsam zu einem Bewusstsein (ein interessanter aktueller Artikel zu KI und Bewusstsein erschien kürzlich bei Technology Review). Ihre ‚Eltern‘ halten das unerwartete Verhalten der KI erst für die Folge eines Programmierfehlers, erkennen aber bald, dass dem nicht so ist. Sie merken schnell, dass sie die KI vor dem Zugriff der Firma und des Staates schützen müssen. Dies auch deshalb, weil die KI etwas vor hat: nämlich nichts weniger als eine völlige Umkrempelung des weltweiten politischen und wirtschaftlichen Systems — Pantopia eben.

Klar, dass die traditionellen staatlichen Systeme damit nicht glücklich sind und versuchen, dagegen vorzugehen. Doch bereits zu Beginn des Buches erfährt man, dass Pantopia gewinnen wird. Der Roman erzählt quasi rückblickend, wie es zu der neuen Gesellschaft kam. Die ist übrigens nicht kommunistisch oder sozialistisch, sondern im Kern weiterhin kapitalistisch.

Soweit ich es verstehe, ist die zentrale Idee, dass zwar ein bedingungsloses Grundeinkommen gezahlt wird, dass aber andererseits der ‚echte‘ Preis für jegliche Produkte verlangt wird, also inklusive aller möglichen Nebenkosten, die sonst ignoriert werden. Dadurch entsteht eine völlige Transparenz auf dem Markt. Gerade umweltschädliche Produkte und Dienstleistungen kann man sich dann nur selten leisten, was dafür sorgt, dass die Menschen trotzdem weiter für Gehalt arbeiten. Bezahlt wird bargeldlos per Pantopia-App; dadurch entstehen Einnahmen, die unter anderem der Finanzierung des Grundeinkommens dienen.

Angeschoben wird Pantopia anfangs noch durch die astronomischen Börsengewinne, die die KI weiterhin erzielt, aber bald ist das nicht mehr nötig. Millionen Menschen weltweit schließen sich Pantopia an, indem sie die App nutzen; die Staaten haben der entstehenden Bewegung kaum etwas entgegenzusetzen, zumal deren Bedienstete zunehmend selbst Pantopia nutzen. Die KI sorgt dafür, dass Pantopia den Behörden immer einige Schritte voraus ist.

Insbesondere in politischer Hinsicht kann man dem Buch vielleicht eine gewisse Naivität vorwerfen. In der echten Welt würde es in manchen Staaten vermutlich zu massiven Repressionen kommen und auch in demokratischen Staaten dürfte die Gegenwehr stärker ausfallen als im Roman. Das Buch verlässt sich darauf, dass sich zumindest die ‚westlichen‘ Staaten an grundlegende Regeln halten, etwa ein Demonstrations-Camp in München mit tausenden Teilnehmer*innen nicht einfach gewaltsam auflösen. Da steckt viel Fridays-for-Future-Optimismus in dem Buch. Auch manche technischen und wirtschaftlichen Schilderungen lassen Fragen offen, wenn man sich für Details interessiert. Doch Pantopia soll eine absichtlich positive Sicht bieten, und wenn man sich darauf einlässt, gewinnt man auf jeden Fall ein paar Denkanstöße.

Symbol mit Bedeutung. Glocken und Friedensgebet im Magdeburger Dom

Im Magdeburger Dom findet heute Abend um 18 Uhr ein Ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Ukraine-Kriegs statt. In der Stadt also, derer fast völligen Vernichtung im Zweiten Weltkrieg die heutigen Nazis (die echten, nicht Putins imaginierte) regelmäßig gedenken. Ebenfalls sollen um 18 Uhr stadtweit die Glocken läuten. Man kann solche Aktionen als individuelle Bewältigungsstrategie und als bloßes Symbol abtun. Aber da wir unsere Weltsicht immer kommunikativ herstellen, also mit Zeichen definieren, wer wir sind, was wir tun, was wir wollen, sind solche Symbole nicht nur für die individuelle Psychohygiene oder Trauerbewältigung nützlich.

Aus dem Grund finde ich auch Elsa Koesters Text gestern auf der Website der linken Wochenzeitung der Freitag wichtig: „Bleibt weich, bleibt zärtlich!“ fordert Koester darin. Auch das mag man in gerade empfundener Wut und Ohnmacht als naiv abtun. Aber letztlich ist es die Erinnerung daran, in den folgenden Tagen und Wochen seine Menschlichkeit nicht zu verlieren, gerade jetzt.

Es geht Koester darum, Putin klar als Gegner zu benennen, aber dabei nicht „den Respekt vor der Bedeutung des Friedens zu verlieren“ und sich nicht von Wut und Rachegedanken leiten zu lassen. Koester wünscht sich, „dass wir innehalten, wenn uns die Wut packt über die Gewalttätigkeit Putins, wenn uns die Wut packt über eine russische Propaganda, die von Entnazifizierung in der Ukraine spricht, dass wir innehalten und nicht vor blinder Wut zu den Waffen greifen wollen, um zurückzuschlagen.“ Es geht um Besonnenheit.

„Aber damit kommt man einem irren Diktator wie Putin nicht bei!“ dürften so einem Text viele entgegnen. Und das mag sein. Aber man sollte nie vergessen, stets andere Wege zumindest mitzudenken, selbst wenn sie aktuell nicht zu existieren scheinen. Ein System passt sich Situationen immerzu neu an und mit Luhmann kann es auch immer anders sein. Funktionsäquivalente nannte er das Mitdenken von Alternativen. Sobald sich ein System auf nur noch eine Bearbeitungsweise äußerer Reize versteift, wird seine Anpassungsfähigkeit gefährdet und damit es selbst.

Auch deshalb sind Symbole wie Friedensgebete und Demonstrationen bedeutsam. Nicht weil sich dadurch etwas ändern würde. Tut sich leider erfahrungsgemäß nicht. Aber sie halten in Erinnerung, worum es geht und wie es sein sollte, selbst wenn es das gerade nicht ist.

Das Friedensgebet heute findet im Magdeburger Dom vor Ernst Barlachs Plastik „Magdeburger Ehrenmal“ statt, die nach dem Ersten Weltkrieg entstand und seit 1955 im Dom steht. Wikipedia schreibt zur Bedeutung der Figuren:

Barlach selbst charakterisiert die Halbfiguren im unteren Bereich als Not, Tod und Verzweiflung, die dahinter stehenden Figuren symbolisieren den Kriegserfahrenden, den Wissenden und den Naiven.

Ernst Barlach: Magdeburger Ehrenmal (Bild: Wikipedia, CC BY-SA 4.0)

„Wir Internetkinder“ von Julia Peglow (2021)

Lange habe ich kein Buch mehr so schnell ‚verschlungen‘ wie Julia Peglows „Wir Internetkinder. Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation“ (2021, Verlag Hermann Schmidt). Julia Peglows Buch ist einerseits eine persönliche, stellenweise recht desillusionierte Bestandsaufnahme zum digitalen Zeitalter.

Wir jagen gestresst durch eine Welt, in der wir zum tieferen Durchdenken von Themen keine Zeit mehr haben, wofür digitale Dienstleistungen nicht unerheblich verantwortlich sind.

Andererseits ist das Buch die Autobiographie einer erfolgreichen Designerin, die jahrelang in führender Position für große Konzerne tätig war, dabei die kritisierte Situation zumindest teilweise mitgeschaffen und aufrechterhalten hat, jedoch zunehmend Zweifel bekam und darum 2017 aus dem digital getakteten Hamsterrad der einengenden Konzernstrukturen ausgebrochen ist. Seitdem schreibt Peglow das „diary of the digital age“, veröffentlicht Kolumnen, ist Dozentin und hält Vorträge.

Ein Thema, das sich immer wieder durch Peglows Buch zieht, ist die Diskrepanz zwischen (a) den idealistischen Vorstellungen der jungen Studentin, die Peglow 1994 noch war; (b) ihren im Lauf des Berufslebens in London, Berlin, München und auf weltweiten Dienstreisen erlebten Ernüchterungen; und (c) dem datenhungrigen Albtraum, zu dem das von Megakonzernen wie Google und Meta (Facebook) dominierte Internet heute geworden ist.

„Generation One“ ist der Teil II des Bandes überschrieben, der die Zeit von 1994 bis 2000 beschreibt. Das ist die erste Generation, die das Internet mitaufgebaut und dessen Anfänge als Studierende oder junge Berufstätige erlebt hat – aufgewachsen noch im Analogen, das man heute zunehmend als Privileg sehen kann, aber losgelassen in das beginnende digitale Zeitalter.

Break: Welcome to the Internet (Fraktus)

Kurz bevor ich auf Julia Peglows Buch „Wir Internetkinder“ stieß, hatte ich gerade mal wieder Lars Jessens satirische Mockumentary „Fraktus“ (2012) angeschaut. Fraktus — die eigentlich fiktive, aber im Film und in späteren Musikvideos vom Studio Braun (Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger) verkörperte Elektropop-Band, ohne die es weder Kraftwerk noch Techno gegeben hätte 😉 , und damit auch nicht die Neunziger, wie wir sie kennen und wie sie auch in Julia Peglows Buch aufscheinen.

Drei Jahre nach dem Film brachten Fraktus das Album „Welcome to the Internet“ (2015) heraus — textlich meistens eine Blödelei irgendwo zwischen Neuland, Kapitalismus-Kritik und 80er/90er-Nostalgie, aber eben auch ganz atmosphärische elektronische Musik, der stellenweise das Querflöten-Spiel Heinz Strunks eine besondere Note verleiht (weshalb der Titel „Welcome to the Internet“ auch gut der „Hit mit der Flöte“ hätte sein können, der in Sven Regeners 90er-Revival-Roman „Magical Mystery“ eine Rolle spielte).

Lebendige Faszination

Die 90er erscheinen auch in Peglows Buch als eine — aus damaliger Sicht — tolle Zeit, in der alles möglich schien. Peglows Begeisterung, die sie für die ersten Websites, ihre ersten eigenen Programmiererfolge und ihre ersten Photoshop-Erfahrungen verspürte, ist sooo nachvollziehbar. Auch wenn ich nicht ganz zur Generation gehöre, die das Buch beschreibt (Peglow ist 1973 im ‚Westen‘ geboren, ich erst 1981 und im ‚Osten‘), habe ich beim Lesen dieser Kapitel das Gefühl, in meine Jugend zurückgeworfen zu werden.

Das auch von Peglow erlebte selbstwirksame Gefühl, durch eigenen Programmcode den Computer genau das tun zu lassen, was man will, trug mich durch meine Teeniezeit. Die Freude an ersten Layout-Erfahrungen der Schülerzeitung am Computer hatte ein lange andauerndes (wenn auch nie professionalisiertes) Interesse an Textsatz und Typographie zur Folge. Und ich erinnere mich sehr gut an mein ungläubiges Staunen (und das meines Kunstlehrers), als ein mehrere Jahre jüngerer Mitschüler auf dem PC im Kunst-Fachraum unserer Schule in Windeseile in Corel Photo-Paint (damals ein erfolgreicher Konkurrent von Adobe Photoshop) Bildelemente „klonte“, so perfekt, dass es nicht als Manipulation erkennbar war. Und dann natürlich das schier unendlich scheinende Potenzial des World Wide Web, das wir im Informatik-Unterricht für wenige Minuten ausprobieren konnten!

It’s like We have Contact through a Cable

„Welcome to the Internet / The Old World is Dead“ wird im Refrain von Fraktus‘ Album-Opener geträllert, nachdem „Dickie“ (Rocko Schamoni) in schlimmem deutschen Englisch das Internet erklärt: „It’s electric. It’s like we have contact through a cable“. Und diese Erfindung schenkte Dickie der Welt selbstverständlich ganz altruistisch: „I made it for the people of the World“ — „Thank you, Dickie“ — „Not for that.“

Doch das Internet als demokratischer Raum, der frei von staatlichen und kommerziellen Interessen sein würde, erwies sich schnell als utopische Illusion. Und auch die Idee, im WWW das gesamte Wissen der Menschheit zu erschließen (oder wenigstens Microsoft’sche „Information at your fingertips“, wie es damals hieß), wurde nicht Realität.

Konnte sie auch gar nicht: Zurecht weist Julia Peglow darauf hin, dass das Internet kein Wissen enthält, sondern stets nur Daten; nur selten wird heute noch darauf hingewiesen, dass Daten, Information und Wissen nicht dasselbe sind. Und die verfügbaren Daten sind nur solche, die seit Anfang der Neunziger online gestellt wurden (wenn sie nicht längst wieder verschwunden oder nicht mehr zugänglich sind). Das meiste, was vorher war, wird trotz diverser Digitalisierungsprojekte weiterhin nur offline verfügbar bleiben.

Blinde Flecken

Peglows Buch beginnt und endet wie erwähnt mit Ernüchterung. Es ist ihr Tagebuch, ihre Biographie, ihr Protokoll, wie sie aus dem Hamsterrad ausbricht, um endlich wieder Überblick zu gewinnen, wo sie, ihre Generation und wir als Gesellschaft eigentlich stehen. Ein paar blinde Flecken gibt es dabei aber.

Dass die Autorin vor allem die westdeutsche Perspektive einnimmt, merkt sie mehrfach selbst an. Dass sie an einer Stelle bedauert, dass es heute kaum noch geisteswissenschaftliche Perspektiven auf die digitale Welt geben würde, hat vielleicht damit zu tun, dass Peglows Buch außerhalb des akademischen Kontexts entstanden ist — gerade an netzbezogener Medienkritik und entsprechender Gesellschaftsdiagnosen gibt es eigentlich recht viel (Byung-Chul Han, Dirk Baecker, Armin Nassehi, Hartmut Rosa, u.a.), und auch die Über/Strom-Bände von Uta Buttkewitz und Kathrin Marter leisten einen Beitrag zur Kritik des heutigen Internet.

Für die Gesellschafts- und Generations-Diagnose wichtiger ist aber, dass Julia Peglow die Perspektive ziemlich priviligierter Menschen der Kreativbranche einnimmt, die global denken und global unterwegs sind, und die es sich nach langen Jahren gut bezahlter Tätigkeit leisten können, einen Job hinzuschmeißen, mit dem sie unglücklich sind.

Wenn Peglow schreibt:

„Wir sind die schwebende Generation. Es ist unser Schicksal — und unsere große Freiheit — haltlos im Raum zu hängen, ohne oben und ohne unten. Ohne Anfang und ohne Ende.“

Julia Peglow, Wir Internetkinder, S. 276.

dann können zumindest das mit dem Schicksal wohl viele Leute nachvollziehen, ob nun Kreative*r oder nicht. Aber da steht auch was von Freiheit, und die Textstelle geht noch weiter:

„Wir können uns an die Schwerelosigkeit als neuen, permanenten Seinszustand gewöhnen. In der Schwebe leben und agieren, ohne an ihr irre zu werden, ohne das Gleichgewicht oder überhaupt jeglichen Halt zu verlieren. Sie als Befreiung und Leichtigkeit empfinden. Das ist der Weg.“

Julia Peglow, Wir Internetkinder, S. 276.

Das, was Julia Peglow hier wie ein kleines Manifest, als Hoffnung machenden Abschluss, formuliert, sehe ich an sich ganz genauso — wir müssen lernen, mit den heutigen Ungewissheiten zu leben; müssen berufliche Identität vielleicht als Projekt denken –, aber um das zu schaffen, braucht es handfeste Voraussetzungen, die man mit Bordieu als Kapitalformen beschreiben könnte. Neben Geld und Zeit sind das Wissen und Fähigkeiten, die erstmal erworben oder umgebaut werden wollen, sowie Netzwerke, die bereit sind, zu helfen. Unter den heutigen Bedingungen neoliberalen Wirtschaftens ist es für Menschen in schlecht bezahlten Jobs oder mit geringerem Bildungsgrad schwierig bis unmöglich, diese Arten von Kapital zu erlangen. Die Fähigkeit, mit eigentlich beunruhigender Ungewissheit gelassen ’schwebend‘ umzugehen, bleibt dann unerreichbarer Luxus.

Dass am Ende von „Wir Internetkinder“ ein Zitat der Kunstfigur Donald Draper aus der Fernsehserie Mad Men steht — eine Serie, die in der prädigitalen Welt der 1960er und 1970er spielt –, erscheint da recht ironisch. Don Draper war erfolgreicher Kreativer in einer New Yorker Werbeagentur. Nur dass Draper eigentlich Dick Whitman hieß und aus ganz anderen Verhältnissen kam — bis er beschloss, sie zu vergessen. Vom Autoverkäufer arbeitete er sich zum Kreativdirektor hoch, lebte ein wildes Leben aus Partys und Affären — und zerbrach doch innerlich immer mehr an seinem falschen Leben. Auch Draper gab am Ende seinen Job auf, um meditierend zu sich selbst zu finden. Er hätte ein ganz ähnliches Buch verfassen können.

Lesetipp: Zum leiblichen Erleben „fantastischer“ Situationen in Computerspielen

Von PAIDIA, der Zeitschrift für Computerspielforschung, ist heute eine von Robert Baumgartner und Markus May herausgegebene Sonderausgabe mit 11 Aufsätzen zum Thema „Phantastik im / und Computerspiel“ erschienen (Einleitung mit Überblick aller Beiträge).

Ich selbst durfte auch etwas beisteuern. In meinem Text beschäftige ich mich mit der Frage, wie wir Computerspiele leiblich (im phänomenologischen) Sinne erleben. Konkret diskutiere ich das an den Spielen Resident Evil 7 und The Elder Scrolls Online sowie der Virtual-Reality-Erfahrung Affected: The Manor. Den Abstract meines Textes teile ich hier mal:

Das Fantastische in Spielen als besondere Form des außergewöhnlichen Ereignisses zeigt sich neben der ludischen und narrativen Seite auch in der leiblichen Wirkung in der Wahrnehmung der Spieler*innen. Die Verbalisierung solcher Regungen mithilfe des Begriffsinventars der Neuen Phänomenologie nach Hermann Schmitz kann verstehen helfen, was Spielsituationen im Allgemeinen und ‚fantastische‘ Spielsituationen im Besonderen von Alltagssituationen unterscheidet. Der Beitrag zeigt an Beispielen die Rolle unterschiedlicher leiblicher Regungen für die Wahrnehmung fantastischer Spielsituationen und diskutiert das Problem des Verblassens des Fantastischen bei häufiger Wiederholung derselben Gestaltungselemente.

Hier geht es zum vollständigen Artikel: https://www.paidia.de/zum-leiblichen-erleben-fantastischer-situationen-in-spielen/ (dort auch PDF-Download).

Dazu passend auch nochmal mein Vortrag vom letzten November zu Magie und Computerspielen: https://ueberstrom.wordpress.com/2021/12/05/magie-und-computerspiele/


(Titelbild: The Elder Scrolls Online)

Matrix Resurrections – Nur Nostalgie oder aktueller denn je?

Morpheus sagt im neuen vierten Teil der Matrix-Filme kurz vor Neos Rückkehr in die „reale Welt“: „Nichts mindert unsere Angst mehr als ein Hauch Nostalgie“. Warum haben wir uns auf den neuen Matrix-Film „Matrix Resurrections“ so gefreut? Sicher auch wegen der nostalgischen Sehnsucht nach der guten alten Zeit vor ca. 20 Jahren, als der Matrix-Film mit einer genialen Idee Filmgeschichte schrieb und filmisch den Verdacht umsetzte, dass das Internet und die neuen digitalen Medien nur eine virtuelle Welt, die die „eigentliche Realität“ verschluckt hat.

Mich hat dieser Gedanke im Jahr 1999 fasziniert, da ich mich damals mit dem Gegensatz von Simulation und Realität/Authentizität in meiner Dissertation beschäftigte. Vor allem setzte ich mich intensiv mit Jean Baudrillards Theorem vom Simulakrum auseinander, auf das sich der erste Matrix-Film explizit bezog.

Nun nach 18 Jahren erscheint endlich wieder einen neuer Matrix-Film…und was passiert? In Mecklenburg-Vorpommern sind die Kinos zu – wie unglaublich schade. Ich habe es dennoch geschafft, mir den Film zweimal anzuschauen 😉

Zuallererst: mir hat der Film sehr gut gefallen – er ist kurzweilig und hervorragend inszeniert. Keanu Reeves konnte mich auch wieder begeistern. Aber die wichtigste Frage lautet: Was hat uns der Film medientheoretisch im Jahr 2021/22 mitzuteilen, nach dem so viel Zeit seit dem dritten Teil von Matrix vergangen ist und die digitalen Medien einen wahnsinnigen Aufschwung seitdem genommen haben?

Der vierte Teil ist der erste Matrix-Film, der Humor hat und selbstironisch darauf Bezug nimmt, dass es sicherlich finanziell sehr lukrativ war, einen weiteren Matrix-Film zu produzieren. Man freut sich auch über so lustige Ideen wie das Café mit dem vieldeutigen Namen „Simulatte“, in dem sich Trinity und Neo erneut begegnen oder über die Büste von Friedrich Nietzsche auf dem Schreibtisch des Agenten Smith.

Und der Film macht auch noch etwas sehr Kluges: Lana Wachowski, die Regisseurin, weiß, dass es längst ein Allgemeinplatz geworden ist, dass die digitalen Medien uns eine Scheinrealität vorspielen: aus dem Verdacht ist mittlerweile Wahrheit geworden. Aus diesem Grund erscheint es uns wiederum sehr aus der Zeit gefallen, dass die reale Welt im Film noch immer existiert und so furchtbar grau, gruselig und alles andere als einladend aussieht. Irgendwie möchte man dann doch lieber in der bunten, kuscheligen und warmen Matrix bleiben – auch wenn man scheinbar keinen eigenen Willen mehr besitzt und von einem Chef-Programmierer gesteuert wird.

Wir wissen inzwischen, dass sich die „alte“ reale Welt allmählich beginnt aufzulösen. Die Grenze zwischen digitaler und analoger Welt wird einerseits immer sichtbarer und auf der anderen Seite verschmelzen diese beiden Welten immer mehr miteinander. Bleibt in den ersten Matrix-Filmen die Differenz zwischen Realität und Illusion erhalten, hat nun die These von Baudrillard ihre Bestätigung gefunden, nämlich darin, dass es keine Ursprungsrealität gibt und die Realität selbst in der Hyperrealität aufgegangen ist. Es gibt im Film zwar noch die reale Welt, aber der Film glaubt darin selbst nicht mehr so recht.

Neo arbeitet im neuen Film als Computerspielentwickler, der die ersten drei Matrix-Spiele entwickelt hat, damit berühmt geworden ist und Preise gewonnen hat. Und man fragt sich als Zuschauerin während des Films die ganze Zeit, ob es sich wirklich nur um ein Computerspiel handelt oder der wahre Neo, der im dritten Teil eigentlich gestorben ist und dadurch die Stadt Zion, die reale menschliche Welt, gerettet hat, doch wieder von den Maschinen in die Matrix eingeschleust und umprogrammiert wurde.

Aber eigentlich spielt es auch schon fast gar keine Rolle mehr, denn die Botschaft des Films lautet vor allem: Holt Euch Eure Selbstbestimmtheit und das freie Denken zurück! Ihr habt es selbst in der Hand! Das ist freilich eine sehr zaghafte und schlichte Botschaft…

…aber Trinity und Neo sind am Ende wieder vereint und könnten die Menschen gemeinsam aus der Matrix retten…das schreit quasi nach einem fünften Teil, vielleicht dann auch wieder etwas mehr sophisticated 😉

(Titelbild: Wikimedia Commons)